Deutschlands größtes evangelisches Erwachsenenbildungswerk mit zahlreichen Angeboten heißt Sie herzlich Willkommen!

Digitalisierung ist eine wichtige Herausforderung

Bild zur News "Digitalisierung ist eine wichtige Herausforderung"

Die Weiterbildung soll gestärkt werden. Das machte Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, am Donnerstag (7.12.2017) vor der Mitgliederversammlung des Evangelischen Erwachsenenbildungswerkes Westfalen und Lippe deutlich.

„Die Stärke der Weiterbildung in NRW ist ihre Vielfalt, mit nicht nur einem Anbieter. Diese Vielfalt wollen wir stärken und die Anbieter für zukünftige Herausforderungen fit machen“, so Klaus Kaiser. Zu diesen zählt Kaiser u. a. die Digitalisierung, die Integration von Migranten, die Grundbildung sowie Wertebildung und politische Bildung.

Hier übernähmen die Weiterbildungseinrichtungen wie das Ev. Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe e. V.  einen wichtigen Beitrag. In der Flüchtlingsfrage hätten diese Institutionen einmal mehr ihre Flexibilität und ihre Schnelligkeit, auf aktuelle Ereignisse reagieren zu können, unter Beweis gestellt.

Die Landeregierung habe dies erkannt und einen ersten Schritt zur Stärkung der Weiterbildungsorganisationen gemacht, indem sie eine Mittelkürzung zurückgenommen habe. „Das sind sechs Millionen mehr für die Weiterbildung auf Dauer.“ Dies sei aber nur ein erster Schritt. 2018 wolle man mit den Akteuren ins Gespräch kommen, um miteinander zu überlegen, wie man das Weiterbildungsgesetz, das „gut und solide“ sei, eventuell noch nachjustieren könne. Dieses solle aber keinesfalls bürokratischer werden.

Zum Thema Digitalisierung sagte Kaiser: „Sie wird kommen und wird auch die Weiterbildungslandschaft betreffen. Aber sie wird den Menschen nicht ersetzten.“ Die Digitalisierung müsse allerdings dringend vom Kopf der Weiterbildung gedacht werden. Es reiche nicht, „irgendjemanden für die EDV“ zu haben. Ein Gesamtkonzept sei wichtig.

Angesichts von 7,5 Millionen Analphabeten in der Bundesrepublik und  durch fluchtbedingte Zuwanderung seien auch die Grundbildung und Alphabetisierung weiterhin ein wichtiger Auftrag der Weiterbildung. Dazu komme die Wertebildung, die gerade auch vor dem Hintergrund der Digitalisierung wichtig sei. „Wir benötigen auch die Herausbildung eines Bewertungskatalogs, der die Leute in Zeiten von Fake News und Medienvielfalt befähigt, mit Medien umzugehen und sie zu bewerten.“ Kaiser weiter: „Nur wenn jemand die Nachrichtenvielfalt nicht verstehen kann, können Andere Ängste schüren und ihn auf den falschen Weg führen.“ Weiterbildung habe die Aufgabe, Menschen "entscheidungsreif" auszubilden.

Foto: Stephan Schütze

Ihre Ansprechpartner

Antje Rösener
Geschäftsführerin
Schwerpunkte: Geschäftsführung, Bildungspolitik, theologisch-pädagogische Grundfragen, Perspektiven von Kirche und Gesellschaft interreligiöser Dialog

Telefon: 0231/5409-14
E-Mail an A. Rösener


Jörg Neuhaus
stellv. Geschäftsführer
Schwerpunkte: Finanz- und Qualitätsmanagement, Projektmanagement, Ev. Stiftung, Integrationskurse

Telefon: 0231/5409-41
E-Mail an J. Neuhaus