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PT-20-149.1 Qualifikation zur gFAB

Beruf und Pädagogik

Inhalte der
Veranstaltung

Modul 10 von 14
Mit dieser Qualifikation erweitern Sie Ihre berufliche Handlungsfähigkeit, nach einem personenzentrierten Ansatz Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen für Menschen mit Behinderungen durchzuführen und ihnen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen.
Hierzu vermitteln wir Ihnen Kenntnisse zu unterschiedlichen Behinderungsbildern sowie damit verbundenen Verhaltensweisen, um diese im Alltag richtig einschätzen und angemessen handeln zu können. Sie lernen Methoden der Kommunikation, beruflicher Förderplanung und Arbeitsanleitung kennen und anzuwenden, mit denen Sie individuell, entlang des Wunsch- und Wahlrechts der Klient/-innen und gemäß der Vorgabe des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) gemeinsam ihre berufliche Entwicklung planen und umsetzen.
Sie wissen um die rechtlichen Grundlagen Ihres Handelns und der von Werkstätten für Menschen mit Behinderung und anderen Anbietern. Ihre Handlungssicherheit erhöht sich durch die Auseinandersetzung mit Themen, welche die Klienten/-innen am Arbeitsplatz und in ihrem persönlichen Umfeld beeinflussen und Sie verfügen über ein reflektiertes Selbstverständnis Ihrer Rolle als Assistenz der Klient/-innen.

Zielgruppe dieser Qualifikation:
Mitarbeitende in Werkstätten für Menschen mit Behinderung oder bei anderen Anbietern, die im Bereich der beruflichen Bildung, in Arbeitsbereichen oder in der Förderung beim Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sind.

Sie erwerben Wissen - Können - Kennen zu:
- personenzentrierter Arbeit mit Menschen mit Behinderung
- Behinderungs- und Krankheitsbildern sowie spezifischen Verhaltensweisen
- Methoden der Förderplanung und Arbeitsanleitung
- Planung und Begleitung eines individuellen Rehabilitationsverlaufs
- der Berufs- und Persönlichkeitsförderung der Klienten/-innen
- Kommunikations- und Beratungsansätzen
- Gesundheits- und Selbstmanagement
- Deeskalations- und Konfliktmanagement
- inhaltlicher und rechtlicher Zielsetzung und Grundlagen der Werkstatt für Menschen mit Behinderung
- Projekt- und Qualitätsmanagement
- der Arbeit mit digitalen Medien und Assistenzsystemen für Menschen mit Behinderung
- unterschiedlichen Konzepten der beruflichen Teilhabe über Exkursionen
- Präsentations- und Moderationstechniken

Zeitlicher Ablauf der Qualifikation und Abschlussprüfung:
Wir bieten Ihnen eine praxisorientierte Weiterbildung, im Umfang von 800 Stunden, die bundesweite Rechtsgrundlagen erfüllt.
Die Qualifikation findet in einem Zeitraum über zwei Jahre in 14 Präsenzwochen (außerhalb der Schulferien NRW) von montags bis freitags im Tagungszentrum Haus Nazareth in Bielefeld Bethel statt (Termine s. unten). Zusätzlich erfolgen an 4 einzelnen Tagen themenbezogene, selbstorganisierte Treffen in Intervisionsgruppen.
Innerhalb des ersten Jahres führen die Teilnehmer/-innen 2 Praktika vom Umfang einer Woche bei einer anderen, selbstgewählten Einrichtung durch. Zu einem Praktikum ist ein schriftlicher Bericht anzufertigen.
Ebenfalls im ersten Jahr führen die Teilnehmer/-innen als Übung und Vorbereitung für das Abschussprojekt eine praxisbezogene, personenzentrierte Teilhabeplanung mit einem/r Klienten/in innerhalb ihrer Einrichtung durch, mit einem Umfang von insgesamt 3 Arbeitstagen. Zu dieser ist ebenfalls ein schriftlicher Bericht anzufertigen.
Während der Präsenzwochen finden Exkursionen in die Einrichtungen der Teilnehmer/-innen statt. Diese sind als Gastgeber/-in durchzuführen und in der eigenen Arbeitsstelle und mit den Vorgesetzten abzustimmen.
Für die Verschriftlichung des Praktikumsberichts und der personenorientierten Teilhabeplanung sollen den Teilnehmern/-innen, nach Absprache mit den Dienstvorgesetzten, ebenfalls Arbeitstage zur Verfügung gestellt werden.
Für die Teilnahme an den Präsenzterminen und den Treffen der Intervisionsgruppen sind die Teilnehmer/-innen von ihren Einrichtungen freizustellen.
Als ergänzendes Arbeitsmittel wird die Online-Lernplattform Moodle verwendet.

Die Abschlussprüfung zur gFAB gliedert sich in drei Teile:
1. Durchführung eines praxisbezogenen, personenorientierten Projekts mit einem oder mehreren Klienten/-innen der eigenen Einrichtung über einen Zeitraum von 3 Monaten einschließlich der Erstellung einer schriftlichen und benoteten Projektarbeit. Zur Durchführung dieses Projekts stehen den Teilnehmer/-innen insgesamt 7 Arbeitstage zur Verfügung, für die Verschriftlichung 2 Arbeitstage.

2. Teilnahme an einer schriftlichen und benoteten Aufsichtsprüfung (Klausur) mit einem Umfang von 10 komplexen Prüfungsfragen zu einzelnen Modulen der Qualifikation über einem Zeitraum von 240 Minuten.

3. Präsentation des personenorientierten Projekts vor einem Prüfungsausschuss unter Durchführung des Instituts Bildung & Beratung und des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) mit anschließendem Fachgespräch. Dieser Prüfungsteil umfasst insgesamt 45 Minuten und wird ebenfalls separat benotet.
Die Qualifikation zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung ist erfolgreich abgeschlossen mit Bestehen aller drei Einzelprüfungen.
Mit Bestehen der Prüfung erwerben Sie zudem die Ausbildereignung nach § 30 Absatz 5 des Berufsbildungsgesetzes und eine Hochschulzugangsberechtigung gemäß §2 Absatz 2 Berufsbildungshochschulzugangsverordnung.

Tagungsgetränke werden gestellt, übrige Verpflegung obliegt den Teilnehmenden. Gesamtpreis der Qualifikation 5600,00 €

Leitung /
Referent_in

Verantwortlicher Mitarbeiter / Verantwortliche Mitarbeiterin
Herr Marc Steinwedel

Kursleitung
Herr Marc Steinwedel

Referent / Referentin
Jana Weduwen

Weitere Infos /
Downloads

Veranstaltungsart:
Internatsveranstaltung, 2-7 Tage

Zielgruppe/n:
Arbeitnehmer/innen / Gewerkschafter/innen

Sachbereich/e:
Beruf und Pädagogik

Datum
25.-29. Oktober 2021
08:30 - 12:00

Veranstalter
Stiftung Nazareth / Bildung & Beratung Bethel
Telefon 0521/1446110

Preis
auf Anfrage

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Veranstaltungsort
Haus Nazareth
Nazarethweg 5-7
33617 Bielefeld