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Integrationskurse im Ev. Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe e.V.

Sprachen und Schulabschlüsse

Inhalte der
Veranstaltung

Integrationskurse sind ein staatliches Grundangebot der sprachlichen und politischen Bildung für Zugewanderte und stehen am Beginn der vielfältigen Integrationsprozesse. Sie dienen dazu Zugewanderten zu befähigen, ohne die Hilfe oder Vermittlung Dritter in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens selbstständig zu handeln. Das Ev. Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe e.V. ist ein vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anerkannter Träger von Integrations- und Berufssprachkursen. Mit seinen Regionalstellen bietet es an mehreren Orten in Westfalen und Lippe Kurse an. Weitere Hinweise und Ansprechpartner finden Sie hier: https://www.ebwwest.de/bildungswerk/arbeitsfelder/migration-und-integration.html

Allgemeiner Sprachkurs:
Ziel des Sprachkurses ist der Erwerb von Deutschkenntnissen auf dem Sprachniveau B1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER). Auf dieser nach dem GER ersten Stufe der selbstständigen Sprachverwendung können die meisten Alltagssituationen bewältigt werden.

Der Sprachkurs umfasst drei Stufen des GER: vom Niveau A1 über A2 (die Stufen der elementaren Sprachverwendung) bis zum Niveau B1 (die erste Stufe der selbstständigen Sprachverwendung). Um das Niveau A1 und anschließend A2 zu erlangen, sind im sogenannten Basissprachkurs insgesamt 300 Unterrichtsstunden vorgesehen. Im ebenfalls 300 Unterrichtsstunden umfassenden Aufbausprachkurs erweitern die Teilnehmenden dann ihre Deutschkenntnisse bis hin zum Zielniveau B1.

Im Sprachkurs werden die Deutschkenntnisse anhand der Themen Einkaufen, Wohnen, Gesundheit, Betreuung und Erziehung von Kindern, aber auch Mobilität, Mediennutzung sowie Arbeit und Ausbildung behandelt. Die inhaltliche Grundlage für den Sprachkurs ist das vom Goethe-Institut entwickelte "Rahmencurriculum für Integrationskurse - Deutsch als Zweitsprache"mit der 2017 eingeführten Erweiterung um sprachliche Ziele im arbeitsweltlichen Bereich und um landeskundliche Inhalte.

Orientierungskurs:
Der 100-stündige Orientierungskurs vermittelt den Teilnehmenden Kenntnisse über Rechtsordnung, Kultur und Geschichte in Deutschland. Ziel des Orientierungskurses ist es, die Zugewanderten mit den gesellschaftlichen Werten in Deutschland vertraut zu machen und so zu einem konstruktiven und gedeihlichen Miteinander beizutragen. Themen im Orientierungskurs sind dabei u.a. die wichtigsten Verfassungsprinzipien, die jüngere deutsche Geschichte, religiöse Vielfalt und die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Berufsbezogener Sprachkurs:
Die berufsbezogene Deutschsprachförderung gem. §45a AufenthG (Berufssprachkurse) wurde 2016 zu einem Regelinstrument der Sprachförderung des Bundes. Der Berufssprachkurs baut unmittelbar auf den Integrationskurs auf: In den Integrationskursen lernen Zugewanderte die deutsche Alltagssprache. In diesen anschließenden Berufssprachkursen werden Arbeitssuchende kontinuierlich auf den Arbeitsmarkt vorbereitet und erweitern ihre allgemeine und berufsbezogene Sprachkompetenz. Die Berufssprachkurse setzen sich aus verschiedenen Kursen zusammen, die sich baukastenähnlich individuell kombinieren lassen und den Sprachkurs mit Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit verbinden. Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Teilnehmenden zumindest das Sprachniveau B1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) für Sprachen beherrschen.

Prüfungen und Zertifikate:
Am Ende der Sprachkurse legen die Teilnehmenden die skalierte Sprachprüfung "Deutschtest für Zuwanderer" (DTZ) ab. Mit der Skalierung kann sowohl das Sprachniveau B1 als auch das Sprachniveau A2 abgebildet werden. Der DTZ wurde im Auftrag des Bundesministeriums des Innern vom Goethe-Institut e. V. und der telc GmbH gemeinsam entwickelt und wird nach bundesweit einheitlichen Standards durchgeführt und ausgewertet.

Der Orientierungskurs schließt mit dem Test "Leben in Deutschland" (LiD) ab. Dabei erhält jeder Teilnehmende einen Fragebogen mit 33 Fragen und jeweils vier möglichen Antworten, die innerhalb von 60 Minuten bearbeitet werden müssen. Wenn die Teilnehmenden 15 Fragen richtig beantworten, haben sie den Orientierungskurs bestanden, bei 17 richtig beantworteten Fragen entfällt bei einer späteren Einbürgerung die Pflicht, den Einbürgerungstest abzulegen. Mithilfe eines interaktiven Fragekatalogs und eines Musterfragebogens können die möglichen Fragen vorab online geübt werden.

Werden beide Prüfungen (DTZ und LiD) bestanden, erhalten die Teilnehmenden das Zertifikat Integrationskurs. Bei Vorlage dieses Zertifikats kann sich die Frist für eine Einbürgerung von acht auf sieben Jahre verkürzen.

Leitung /
Referent_in

Verantwortlicher Mitarbeiter / Verantwortliche Mitarbeiterin
Herr Jörg Neuhaus

Kursleitung
Verschiedene

Referent / Referentin
Verschiedene

Weitere Infos /
Downloads

Veranstaltungsart:
Veranstaltungsreihe

Zielgruppe/n:
Menschen mit Migrationshintergrund

Sachbereich/e:
Sprachen und Schulabschlüsse

Datum
1. Juli 2020
08:00 - 15:00

Veranstalter
Ev. Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe e. V.
Telefon 0231/540910

Preis
- kostenlos -

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Veranstaltungsort
N.N.