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Bildung für nachhaltige Entwicklung – Strategie- und Planungskonferenz NRW

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Eine „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist die zentrale gesellschaftliche Herausforderung angesichts des Klimawandels und der Zerstörung unserer natürlichen Ressourcen. Darin waren sich die 60 Teilnehmer*innen, die der Einladung der Weiterbildung zur Strategie und Planungskonferenz gefolgt waren, einig.

Wussten Sie, dass wir in NRW je Einwohner rd. 3,6 x so viele Ressourcen verbrauchen, wie die Natur uns nachhaltig - dauerhaft zur Verfügung stellen kann. Ständige Staus auf den Straßen, Klimaveränderung mit Hitzeperioden und Starkregen, weltweite - durch Umweltzerstörung  ausgelöste Fluchtbewegungen sind einige dieser Anzeichen des überhöhten Ressourcenverbrauch, die wir auch in NRW hautnah zu spüren bekommen. Eindrucksvoll beschrieb die Wissenschaftlerin Frau Dr. Christa Henze von der Universität Duisburg-Essen den aktuell gesicherten wissenschaftlichen Stand zur Umweltzerstörung und die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommen.

Zu der Konferenz in Villigst hatte ein breites Bündnis aus der Weiterbildung NRW eingeladen. Mehr als 60 Vertreter und Vertreterinnen vieler Organisationen aus der Weiterbildung NRW, der Umweltbildung, der Eine-Welt-Arbeit und aus dem Umweltministerium, trafen sich erstmalig, um die Strategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ des Landes Nordrhein-Westfalen zu begleiten. Ziel ist die Arbeitsfelder zu vernetzen und das Thema wissenschaftlich weiter zu entwickeln.
In einem Podiumsgespräch mit Viktor Haase vom Landesumweltministerium, Dr. Klaus Reuter( LAG 21), Christiane Overkamp (Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW), Professor Dirk Oesselmann (Ev. Hochschule Freiburg) und Friedhelm Jostmeier (Gesprächskreis der Landesorganisationen Weiterbildung NRW) wurde die Dringlichkeit der Vernetzung betont. Zugleich gilt es aber auch die Notwendigkeit dieser Netzwerkarbeit dauerhaft und ausreichend personell und finanziell zu fördern und die Qualität der Angebote kontinuierlich weiter zu entwickeln und zu evaluieren. Friedhelm Jostmeier forderte unter anderem: „Das Land sollte die Weiterbildung durch Supportangebote gezielt unterstützen, sowohl in Fragen der Organisationsentwicklung als auch in Fragen, die die pädagogische Expertise der Lehrkräfte betreffen.“ Und weiter: „Es braucht Freiräume, um neue Formate zu entwickeln und einzusetzen. Das Land sollte hierfür den Rahmen herstellen.“

Die Tagung wurde von 11 Organisationen unter Federführung des Instituts für Kirche und Gesellschaft (Regionalstelle des Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe) vorbereitet und ist der Auftakt eines längerfristigen, von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW geförderten Projekts. Die nächsten Tagungen finden vom 28. bis 29. September in Villigst und vom 4. bis 5. Oktober in der LVHS Warendorf - Freckenhorst statt.

Weitere Informationen zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ finden Sie in der Online Handreichung der gemeinwohlorientierten Weiterbildung NRW.

Ihr Ansprechpartner

Jörg Neuhaus
stellv. Geschäftsführer
Schwerpunkte: Finanz- und Qualitätsmanagement, Projektmanagement, Ev. Stiftung, Integrationskurse

Telefon: 0231/5409-41
E-Mail an J. Neuhaus